Zeche Erin in Castrop-Rauxel

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Veröffentlicht am 03 Dez 2009 in Kulturhauptstadt
Zeche Erin - Castrop-RauxelDie Zeche Erin war ein Steinkohlen-Bergwerk in Castrop-Rauxel. Über Schacht 7 des Bergwerkes Erin ragt noch das 68 Meter hohe Fördergerüst. Es wurde inzwischen restaueriet und ist heute Wahrzeichen eines neuen Dienstleistungs- und Gewerbezentrums auf dem ehemaligen Zechengelände. Die Zeche Erin wurde nach seinem Gründer benannt: Iren William Thomas Mulvany der 1850 seine Heimat verließ, um im westfälischen Steinkohlenbergbau eine neue Karriere zu beginnen. 1867 wurde mit der Kohlenföderung der Schächte 1 und 2 an der Karlstraße in Castrop-Rauxel begonnen. Schacht 1 und 2 hatten nur einen Abstand von 20m zueinander, so konnte ein gemeinsames Maschinenhaus zwischen den Schächten errichtet und die Seilführung über zwei Ausleger aus den Giebelseiten dieses Hauses in den Schacht umgelenkt werden. 1870 wurde auf der Schachtanlage eine Kokerei mit Bienenkorböfen in Betrieb genommen.  1889 – 1891 wurde östlich der Schächte 1 und 2 der Schacht Erin 3 abgeteuft und in Betrieb genommen. Über diesen Schacht wurde ein geschlossener Förderturm in Hammerkopfform errichtet. Zur Vervollkommnung der Wetterführung und zur Konzentration der Förderung auf Schacht 1/2 wurde 1890 bis 1892 neben Schacht 1/2  Schacht 4 als reiner Wetterschacht niedergebracht. Desweiteren wurde 1892 bis 1895 als weiterer reiner Wetterschacht Schacht 5 geteuft. 1937 wurde die Förderung in Schacht Erin 3 eingestellt, da auf lange Frist geplant wurde, Schacht 1/2/4 zu einer Zentralförderanlage auszubauen. Die Förderung erreichte 1 Million Tonnen Fett- und Gaskohle pro Jahr. Zum weiteren Ausbau der Zeche wurde 1943 zunächst damit begonnen, die Wetterführung im Westfeld zu optimieren. Der hierzu begonnene Wetterschacht Erin 6 musste allerdings wegen der laufenden Kriegsereignisse gestundet werden. Ansonsten wurde die Zeche durch Kriegseinwirkungen relativ wenig beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Förderung bald wieder aufgenommen werden. Schacht 6 wurde zwischen 1948 und 1951 fertiggestellt. Die Zeche Erin wurde ab 1951 unter einer eigenen Betreibergesellschaft fortgeführt. Diese war 100%ige Tochtergesellschaft der GBAG. Von 1951 bis 1953 wurde nun auf Schacht 1/2/4 der neue Hauptförderschacht 7 niedergebracht. Dieser erhielt ein vollwandiges Fördergerüst der Bauart Dörnen und sollte die zentrale Produkten- und Materialförderungsfunktion übernehmen. Die jäh einsetzende Absatzkrise ab 1982 führte beim EBV zum Entschluss, sich nach und nach aus dem Bergbaugeschäft zurückzuziehen. Die Zeche Erin, die nach fast 120jähriger Fördertätigkeit keine ausreichenden Kapazitätsreserven mehr hatte, wurde zur Stilllegung festgeschrieben. Am 23. Dezember 1983 erfolgte die Stilllegung des Förderbetriebes. Die Kokerei wurde 1984 gelöscht. Mit der Stilllegung beendete die erste und auch letzte fördernde Zeche Castrop-Rauxels die Ära des Steinkohlebergbaus der Stadt.

Weblinks:
Route-Industriekultur, Wikipedia

Zeche Erin - Castrop-Rauxel

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Zeche Erin 7

Erinplatz
44575 Castrop-Rauel

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